Meine drei aussichtsreichsten „Hochgehberge“

Kennst Du schon die Hochgehberge und ihr Motto „Komm mal runter. Ich geh hoch“? Das sind ausgezeichnete Premiumwanderwege mit dem Motto zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten der Schwäbischen Alb. Sie sind hervorragend ausgeschildert, sodass Verlaufen so gut wie ausgeschlossen ist. Du musst Dir also nicht mühsam eine Tour auf Komoot zusammenstellen oder einfach drauflosgehen und dann am falschen Ort herauskommen. Du folgst einfach den Schildern. Einfacher und schöner geht es kaum!

Die meisten davon sind wir schon gewandert, und wer mich kennt, weiß: Mit einem tollen Panorama macht mir der Aufstieg doppelt so viel Spaß. Und Gott sei Dank gibt es davon auf der Schwäbischen Alb einige. Deshalb stelle ich Dir hier meine Top-3-Touren vor, bei denen Du nicht nur ins Schwitzen, sondern vor allem ins Staunen kommen wirst! Ganz unten findest Du alle drei Touren noch einmal mit Kurzinfos.

1. hochgehflogen – Höhenflüge rund um Hohe Warte und Roßfeld

Als Einstiegspunkt empfiehlt sich das Wanderheim auf der Eninger Weide. Parken kannst Du ein paar Meter weiter am Parkplatz Eninger Weide. Wenn Du gegen den Uhrzeigersinn wanderst, ist der erste Höhepunkt die Hohe Warte (820 m) mit ihrem Aussichtsturm. Der Turm ist meistens offen, und Du solltest unbedingt hinauf! Du siehst ins Ermstal, über die Reutlinger Alb bis in die Gegend um Tübingen und bei klarer Sicht sogar bis zu den Alpen. Weiter geht es zum Fohlenhof, dann entlang des Albtraufs bis zu den Dettinger Höllenlöchern und am Segelfluggelände Roßfeld entlang. Wenn über Dir die Segelflieger kreisen, verstehst Du den Namen der Tour sofort. Unterwegs warten noch der Olgafels und der Gelbe Fels als tolle Aussichtspunkte, dazu Buchenwald, Streuobstwiesen und Blicke bis zum Stuttgarter Fernsehturm und zum Hohenneuffen. Mit gut 14 km ist sie die längste meiner drei Touren, aber jeder Kilometer lohnt sich. Zum Abschluss kannst Du im Wanderheim Eninger Weide einkehren, das von Donnerstag bis Sonntag leckeren Kuchen und herzhafte Gerichte anbietet.

Eine ausführliche Beschreibung findest Du in meinem Beitrag Wanderung rund um das Roßfeld.

2. hochgehtürmt – auf den Schönberg zur „Onderhos“

Diese Tour zu den drei Ws (Wanne, Wackerstein und Wonheide) startet in Pfullingen an der Landesziegenweide, und schon auf den ersten Metern blüht es auf den weiten Wiesen der Pfullinger Wanne. Der erste Höhepunkt ist der Wackerstein, ein uraltes Meeresriff mit einem überwältigenden Blick in Richtung Reutlingen und Pfullingen. Danach streifst Du die Wonheide, eine große Wacholderheide. Und dann wartet das absolute Highlight dieser Tour: der Schönbergturm, den wir Einheimischen liebevoll „Onderhos“ (Unterhose) nennen. Warum, ist unschwer zu erkennen. Steig unbedingt hinauf, denn der Ausblick ist einfach phänomenal! Mit 9,4 km ist die Tour angenehm kompakt. Kleiner Tipp: Sonn- und feiertags hat oben am Turm ein Kiosk geöffnet.

Für eine kürzere Runde findest Du hier eine Alternative: Wanderung zum Wackerstein und zur Onderhos.

3. hochgehadelt – Burg Teck, Ruine Rauber und der Breitenstein

Wie bei allen Rundtouren der Hochgehberge gibt es verschiedene Einstiegspunkte. Die meisten starten am Wanderparkplatz Hörnle. Von dort steigst Du gleich zu Beginn zur Burg Teck auf und blickst weit ins Albvorland. Weiter geht es durch Wälder, an Felsformationen und der idyllischen Ruine Rauber vorbei, rund um das Bissinger Tal bis nach Ochsenwang, wo das Mörikehaus steht. Mein persönlicher Gänsehautmoment war der Breitenstein mit seinem grandiosen Panorama auf das Albvorland und die drei Kaiserberge. Damit hätte ich nicht gerechnet: ein steil abfallender Felsen, darunter nur flaches Land und ein unglaublich weiter Blick. Einfach wow! Zum Schluss gibt es noch eine Zugabe, nämlich den Weg durch Streuobstwiesen zur Aussicht vom Hörnle. Nach rund 12 km war das allerdings schon ganz schön anstrengend.

Mein Tipp: Park lieber in Bissingen, dann hast Du den Aufstieg gleich zu Beginn hinter Dir. Oder noch besser: Starte am Wanderparkplatz Rauber und wandere gegen den Uhrzeigersinn. Dann kannst Du nach etwa drei Vierteln der Strecke im Wanderheim Burg Teck einkehren, denn eine Einkehr gehört zu einer Wanderung einfach dazu. Unterwegs gibt es aber auch zahlreiche Grillstellen.

Mein Fazit

Egal, für welche Tour Du Dich entscheidest: Bei allen dreien lohnt es sich, an einem klaren Tag loszugehen und genug Zeit für die Aussichtspunkte einzuplanen. Denn genau dafür geht man ja hoch. Und wenn Du eine davon ausprobierst, erzähl mir unbedingt, welche Dein Liebling geworden ist!

Weitere Infos zu den Touren

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