
Der Weg: Vom Aussichtsturm zum gelben Fels
Erste Station: Rundblick von der Hohen Warte
Wir starten auf der Eninger Weide (Tipp: Der Parkplatz auf der Eninger Weide/Albvereinshaus ist noch kostenlos!). Von dort geht es direkt gut los: Die Hohe Warte, ein 23 Meter hoher Aussichtsturm mitten im Wald, wartet auf uns. Er wurde bereits 1923 erbaut und bietet bei gutem Wetter eine unglaubliche Fernsicht über die Schwäbische Alb, den Schönbuch, Tübingen und – mit ganz viel Glück – sogar bis zu den Alpen.


Nachwuchs-Treffen am Fohlenhof
Nach dem Turm führt der Weg recht schnell zum Fohlenhof. Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble versprüht puren Albi-Charme. Hier zieht das Haupt- und Landgestüt Marbach seine Stutfohlen auf. Wenn du Glück hast, stehen die jungen Pferde direkt draußen auf den Koppeln. Ein toller Stopp, nicht nur für Pferdefans!

Erster Aussichtspunkt-Der Gelbe Fels
Das erste Aussichtshighlight erwartet dich bald nach dem Fohlenhof: der Gelbe Fels. Von hier hast du einen wunderbaren Blick bis nach Bad Urach und zum Hohenurach-auch ein tolles Wanderziel!

Vom „Höllenschlund“ zum Segelflieger-Paradies
Gruselig schön: Die Höllenlöcher
Weiter geht es entlang des Albtraufs. Zunächst hält sich die Aussicht noch bedeckt, doch dann öffnet sich plötzlich der Boden: Du stehst vor den Höllenlöchern bei Dettingen. Das sind tiefe, spektakuläre Felsspalten. Selbst im Hochsommer weht hier ein eiskalter Hauch heraus. Als Kind haben mich diese tiefen Löcher unfassbar beeindruckt (und ein bisschen gegruselt, denn wer mag schon in ein Höllenloch absteigen). Zum Teil kann man über Stahlleitern in die Tiefe steigen.


Der „Wow“-Moment Sonnenfels & Rossfeld
Kaum hast du die Höllenlöcher hinter dir gelassen, stehst du am Sonnenfels. Hier bietet sich Dir ein toller Blick: Das Ermstal liegt dir zu Füßen, du schaust über Metzingen und bis nach Bad Urach
Du bist jetzt auf dem Rossfeld angekommen. Wenn du am Wochenende hier bist, unbedingt mal nach oben gucken! Bei gutem Wetter starten und landen hier die Segelflugzeuge – sie gleiten oft majestätisch und fast lautlos direkt über dich hinweg. Mit etwas Glück kannst Du bei den Segelfliegern auch eine Rote Wurst essen und was kühles trinken-von April bis Oktober bieten sie das Sonn-und Feiertags an.


Felsen-Hopping und der perfekte Abschluss
Der Rückweg führt dich quasi von einer Aussichtskanzel zur nächsten. Du passierst den Olgafels, Rossfels, Wiesfels und den Grünen Fels. Unter dir liegt Glems, in der Ferne grüßt die Achalm. Wer Hunger hat: Entlang dieses Abschnitts findest du drei top gepflegte Grillstellen. Pack dir also unbedingt ein paar Würstchen in den Rucksack! Über den Waldweg geht es schließlich vorbei am oberen Speicherbecken des Pumpspeicherwerks zurück zum Ausgangspunkt.


Mein Fazit
„Hochgehflogen“ ist für mich eine der abwechslungsreichsten Touren der Region. Sie wird einfach nie langweilig, weil sich schattige Waldabschnitte, spektakuläre Felsabbrüche und weite Wiesen abwechseln. Zudem ist sie als Premium-Wanderweg super ausgeschildert – Verlaufen ist eigentlich unmöglich.
Belohnungs-Tipp zum Schluss: Wenn du nach fast 14 km wieder an der Eninger Weide angekommen bist, hast Du Dir ein kühles Bier oder Kaffee sowie eine kleine Leckerei unbedingt verdient – im Wanderheim Eninger Weide bekommst Du all das. Die gemütliche Atmosphäre ist der perfekte Abschluss für diese Traumtour.
Weitere Highlights in der Nähe
Es gibt noch weitere Tipps für den Teil der Alb für andere Tage:
- Das Wildgehege auf der Eninger Weide. Du siehst hier Wildschweine sowie Hirsche und Rehe, dieses Gehege gibt es schon seit den 70er Jahren.
- Hast Du schon mal was von Discgolf gehört? Der Eninger Albverein bietet auf der Eninger Weide einen Parcour an- mit einer Art Frisbee musst Du hier in Körbe treffen
- Ein weiterer HochGehberg, nämlich der „hochgehteufelt“ führt hier vom Waldfreibad durch die Teufelsküche, über die wunderschöne Eninger Weide und über den Gutenberg wieder zurück zum Waldfreibad
- Übrigens: Falls Du Dich nach der Wanderung im Sommer erfrischen möchtest: Das Waldfreibad in Eningen liegt traumhaft am Waldrand und ist immer einen Besuch wert!
Kürzere Route
Wem die Originalroute mit über 14 km zu lange ist, der kann sie etwas abkürzen und verpasst dann die Hohe Warte, den Gelben Fels und den Fohlenhof. Die schönsten Aussichtspunkte bleiben aber erhalten und es sind 3 km weniger.
