Wanderung zum Wackerstein und zur Pfullinger „Onderhos“

Wieder ist für heute ein heißer Tag angekündigt, aber ich wollte morgens noch eine kleine Wanderung unternehmen. Und dazu bietet sich die Route vom Wanderparkplatz Wanne bis zum Wackerstein und als Höhepunkt zum Schönbergturm -liebevoll die „Onderhos“ genannt- , hervorragend an. Der größte Teil des Weges verläuft im schattigen Wald und der etwas steile Aufstieg zum Wackerstein wird mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Also Drohne geschnappt, ins Auto gestiegen und ab auf die Wanne. Die Auffahrt ist schmal und kurvig, letzte Woche bin ich hier noch mit meinem eBike hochgekeucht. (Achtung: Im Winter ist die schmale Auffahrt meistens gesperrt! )

Aufstieg zum Wackerstein

Am Parkplatz habe ich mich mit meinem Sohn getroffen, der an diesem Tag auch Zeit hatte und wir sind losmarschiert. Vorbei an der Hochfläche, die Wanne genannt wird und auf der früher viele Feste stattgefunden haben, das war nämlich bis zu den 1950er Jahren der Pfullinger Festplatz. Heute starten hier Gleitschirmflieger und es gibt ein paar Grillstellen. Achtet aber bei Trockenheit bitte auf eine mögliche Waldbrandgefahr!
Der Weg ist zuerst recht flach, aber nach einigen Metern im Wald geht es dann auch bald ziemlich steil den Berg hinauf. Auf schmalen Pfaden erreichen wir dann den 825 m hohen Wackerstein, ein ausgesetzter Fels mit einem herrlichen Blick Richtung Rossberg und Tübingen. Aber auch der Pfullinger Georgenberg, die Achalm sowie Pfullingen, Reutlingen und Eningen sind wunderbar zu sehen. Bei klarem Wetter soll man sogar bis in den Schwarzwald blicken können. Wir genießen die Aussicht und gehen dann ein Stück zurück, um auch noch zum Schönbergturm aufzusteigen. Wäre es nicht schon so heiß gewesen, wäre ein Schlenker über die Wonhalde, eine weitere Hochfläche auch noch schön gewesen. Auch bis zur Nebelhöhle ist es von hier aus nicht mehr weit.

Die legendäre „Onderhos“

Aber heute gehen wir direkt zur „Onderhos“. Der 28 m hohe Turm wurde 1906 erbaut und ist mit seinen zwei Türmen schon was Besonderes auf der Alb. An den Wochenenden hat normalerweise der Kiosk geöffnet und man kann sich kühle Getränke und kleine Snacks kaufen. Wenn die Fahne am Turm gehisst ist, ist der Kiosk offen.

Zum 100-jährigen Jubiläum wurde dem Bauwerk tatsächlich auch eine große Unterhose übergezogen, um damit ins Guiness Buch der Weltrekorde für die „Größte Unterhose der Welt“ zu kommen. Hat leider nicht geklappt, in USA wurde wohl noch eine größere hergestellt. Aber ich bin sicher, die war nicht so toll, wie die Pfullinger 🙂

Der Schönbergturm ist immer offen, und man kann 108 Stufen über ein schmales Treppenhaus im rechten Turm erklimmen, um einen tollen Blick nach allen Seiten zu genießen. Über eine Treppe im anderen Turm geht es wieder nach unten – für Gegenverkehr wäre kaum Platz. Auch hier oben sieht man weit über Reutlingen, Tübingen bis auf die Fildern und zum Fernsehturm, zum Schloss Lichtenstein und ins Echaztal- einfach schön bei uns!
Danach geht es dann auf der Vorderseite wieder nach unten zum Parkplatz.

Kleine kühle Belohnung

Nach 5,7 km und ca. 2 h Gehzeit sind wir wieder am Parkplatz angekommen und fahren die noch längere Abfahrt nach Pfullingen (Auf-und Abfahrt sein Einbahnstraße). Dort gönnen wir uns in der Pfullinger Innenstadt noch ein kühles Eis beim Eiscafé Miltos am schönen Marktplatz!

Warst du auch schon mal auf der „Onderhos“?

Hier findest Du ein kleines Video zur meiner Tour:

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