
Liebst du Eierlikörkuchen auch so sehr wie ich? Wann immer ich ihn irgendwo sehe – wie erst kürzlich bei unserer Fahrradtour nach Gruorn –, kann ich einfach nicht widerstehen. Nun wurde es höchste Zeit, ihn mal wieder selbst zu backen, denn ich bin zum Geburtstag eingeladen und habe versprochen, diesen Kuchen mitzubringen.
Also machte ich mich auf die Suche nach dem Rezept meiner verstorbenen Schwiegermutter. In meinem Rezept-Karteikasten wurde ich nicht fündig, aber Gott sei Dank lag es in ihrem alten Kochbuch von Luise Haarer, in dem sich auch eine lose, teils zerfledderte Zettelwirtschaft verbirgt. Natürlich gibt es online unzählige Varianten, aber ich wollte unbedingt ihr gelingsicheres Familienrezept backen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Rezepten kommen hier keine fertigen Schokostreusel hinein, sondern geriebene Kuvertüre – das macht den Kuchen besonders schokoladig. 100 Gramm Kuvertüre von Hand zu reiben, kann allerdings ganz schön mühsam sein. In solchen Momenten bin ich froh über meinen Thermomix (ich habe noch den älteren TM31, aber für solche Aufgaben reicht er völlig aus): Klein geschnittene Kuvertüre rein, Deckel drauf, 10 bis 15 Sekunden auf höchster Stufe – und schon ist die Schokolade fein gerieben. Wer keinen Küchenhelfer hat, reibt sie einfach klassisch per Hand.
Da der Kuchen von Natur aus ohne Mehl auskommt und stattdessen mit gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen gebacken wird, ist er ideal für eine glutenfreie Ernährung. Das steif geschlagene Eiweiß sorgt zudem dafür, dass er wunderbar locker und saftig wird.
Ein paar Tipps:
- solltest du keinen Eierlikör verwenden wollen, weil z.B. Kinder mitessen- ersetze ihn doch einfach durch frische Beeren oder mache eine fruchtige Himbeersoße, die Du über die Sahne gibst
- Bitte den Eierlikör vor der Verwendung im Kühlschrank aufbewahren, dann ist er nicht so dünnflüssig.
- Nach der Fertigstellung sollte der Kuchen mind. 2 Stunden durchkühlen, damit sich der Eierlikör nochmal verfestigt. Sonst läuft er beim Anschneiden vom Kuchen herunter

