
Start und erste Orientierung
Du suchst eine anspruchsvolle Radtour im Raum Reutlingen mit ein paar knackigen Höhenmetern? Dann habe ich genau das Richtige für dich: Von Reutlingen aus über die Uracher Alb, die Gütersteiner Wasserfälle und wieder zurück.
Wenn du mit dem Auto anreist, bietet der P+R-Parkplatz am Reutlinger Südbahnhof den perfekten Startpunkt. Von dort radelst du entspannt auf dem Radweg bis nach Eningen. Hier solltest du entscheiden, in welche Richtung Du die Tour machen willst. Mein Tipp: Durchquere Eningen und folge dem Weg durch den Wald zum unteren Stausee von Glems und dann weiter Richtung Glems. Du befindest dich nun auf dem Glemser Birnenweg – ein toller Abschnitt, der dich an alten Birnensorten vorbeiführt. In Glems selbst wartet der erste Anstieg Richtung Dettingen, der dich mit einem fantastischen Blick Richtung Achalm belohnt.

Tal, Ziegen und Wasserfälle
Vorbei an den Ermstäler Kirschbäumen und einem kurzen Abstecher am Kirschenweg erreichst du die Ziegen am Calverbühl. Nach einer kurzen Abfahrt geht es Richtung Bad Urach. Brauchst du eine Pause? Der Uracher Marktplatz mit seinen Cafés und Eisdielen ist der ideale Ort, um Energie für den kommenden Anstieg zu tanken. Denn die wirst du brauchen.



Magst Du Dich erst nach dem „Albaufstieg“ mit einer Einkehr belohnen, dann lasse Bad Urach aus und biege direkt ab ins Maisental. Am Ende des Tals erreichst du das Vorwerk Güterstein. Einst ein Zisterzienserkloster, ließ König Wilhelm von Württemberg 1820 den heutigen Gestütshof errichten, der heute zum Haupt- und Landesgestüt Marbach gehört. Hier sind meist Wallache und Hengstfohlen untergebracht. Das Vorwerk liegt wunderschön und wir haben es erst vor ein paar Jahren zufällig entdeckt.



Kurz nach dem Hof kommst du auf die „Fohlensteige“. Sie ist das Herzstück der Tour und der längste Anstieg – hier wirst du froh sein, wenn du mit dem eBike unterwegs bist. Zur Belohnung lockt zwischendurch der Zugang zu den Gütersteiner Wasserfällen. Ein mystischer, fast verwunschener Ort mit moosbewachsenen Felsen und glasklaren Becken – kleiner als der Uracher Wasserfall, aber landschaftlich mindestens genauso reizvoll.

Über die Höhe zurück
Oben angekommen, hast du dir eine Pause redlich verdient. Wenn du die Rohrauer Hütte (Naturfreundehaus) ansteuerst, kannst du bei Kaffee und Kuchen deinen leeren Speicher füllen. Aber vorher ist ein Abstecher zum Rutschenfelsen absolute Pflicht: Die Aussicht auf Hohenurach, den Runden Berg und weit über das Ermstal bis nach Grabenstetten ist grandios. Auch die Burg Hohenneuffen ist von hier aus gut zu sehen!

Weiter geht es zum Vorwerk Fohlenhof, das direkt am Albrand liegt. Hier beginnt die wunderschöne Allee, die dich zum Gestütshof St. Johann führt. Auch dieser Hof gehört zum Marbacher Gestüt und dient der Aufzucht von Stutfohlen. Über den Oberen Lindenhof – ein landwirtschaftlicher Betrieb – gelangst du schließlich ins Arbachtal. Vorbei an der Arbachquelle (die leider nicht immer sprudelt) rollst du gemütlich über den Radweg zurück nach Eningen und schließlich an deinen Ausgangspunkt am Reutlinger Südbahnhof.


