
Auch wenn das Wetter nicht so toll vorhergesagt war überrascht es uns und lässt die Sonne immer mal wieder hinter den Wolken hervorblitzen. Also nichts wie hinein in die Wanderschuhe und ab ins Auto- heute ist unser Ziel Hirschau. Hier gibt es eine kleine Rundwanderung, die sich „Hirschauer Spitzbergwegle“ nennt.
Geparkt wird vor Hirschau am Friedhof und das erste Stück führt auch tatsächlich gleich bergauf durch den Friedhof. Der Weg ist gut ausgeschildert und schon bald sind wir ein Stück weiter oben. Es ist so schön, die Sonne zu spüren und Vögel singen zu hören. Es ist der 1. März und der Frühling liegt in der Luft. Herrlich, ich liebe das, wenn der nasskalte und trübe Winter (hoffentlich) vorbei ist und sich die ersten Frühlingsboten zeigen.
Nicht lange und wir erreichen den Spitzberg, einen langgezogenen Bergrücken mit teils sehr steilen Abhängen. Es geht jetzt immer am Trauf entlang und von zwei Aussichtspunkten bieten sich schöne Blicke nach Hirschau hinunter, auf Rottenburg auf der einen Seite und auf die Schwäbische Alb auf der anderen. Geradeaus lässt sich die Burg Hohenzollern erahnen.

Auf schmalen Pfaden wandern wir weiter bis zum Rastplatz Sattel und plötzlich liegt die Wurmlinger Kapelle auf einem Hügel direkt vor uns. Vor ein paar Jahren sind wir diese Tour schon einmal gegangen und haben damals auch den Kapellenberg erklommen- heute genießen wir einfach die Aussicht und gehen das Spitzbergwegle weiter.


Nun geht es wieder in die andere Richtung und wir laufen auf einem schönen Weg entlang der vielen Trockenmauern.
Da der Spitzberg sehr steil ist wurden früher hier zahlreiche Mauern angelegt, weil hier in den steilen Lagen Wein angebaut wurde. Kaum vorstellbar, wie viel Mühe das Anlegen, Pflegen und die Ernte des Weines früher gemacht haben muss. Auch heute bedeutet Weinbau in solch steilen Lagen viel Handarbeit- hier wird aber kaum noch Wein angebaut.
Die Sonne scheint nun richtig schön und es geht noch einmal leicht bergauf bis zum Rast- und Spielpatz, von dem aus wir dann wieder zum Friedhof absteigen.
Eine kurze aber schöne Tour von 6,3 km die wir in knapp 2 h in gemütlichem Tempo gehen absolviert haben.




Weitere Infos findest Du hier: Hirschauer Spitzbergwegle
