Das Tor zur Unterwelt und ein Märchenschloss

Blick auf schloss Lichtenstein und das Echaztal

Kennst du schon die Nebelhöhle und das Märchenschloss Baden-Württembergs? Noch nicht? Dann wird es höchste Zeit. Du kannst beides bei einer entspannten Wanderung besuchen – am besten unter der Woche und nicht am Wochenende, wenn es richtig voll wird.

Start an der Nebelhöhle

Der Parkplatz ist groß, kostenlos und gut erreichbar. Am besten Du schaust Dir gleich die Höhle an! Sie ist eine der beeindruckendsten der Schwäbischen Alb: 450 m lang erkundbar, mit Tropfsteinen und Hallen. Nach 141 Stufen in die Tiefe wartet eine Welt bei 8–10 °C und 90% Luftfeuchtigkeit. Der Name kommt vom winterlichen Nebel, wenn warme Höhlenluft kondensiert – früher als „Tor zur Unterwelt“ bekannt (erstmals 1486 als „Nebelloch“ erwähnt). Sie taucht in Hauffs Roman auf, und laut Sage hat Herzog Ulrich hier Zuflucht gefunden. Seit 1803 ausgebaut, mit Treppen und Beleuchtung, ist es ein echtes Highlight.

Weiter zum Schloss Lichtenstein

Von dort wandere Richtung Schloss Lichtenstein. Je nach Lust und Laune gibt’s Optionen: Der Premium-Wanderweg „Hochgehträumt“ (ca. 11 km Rundtour) führt vorbei am Steinbruch und bietet auf dem Feldberg eine tolle Aussicht. Wenn Dir das zu weit ist, nimm meinen Wandervorschlang (siehe unten) und geh den Weg am Albtrauf entlang, vorbei am wunderschönen Gießstein mit herrlichem Ausblick ins Echaztal,

Das Schloss Lichtenstein ist fast ganzjährig geöffnet (April–Oktober täglich 9–17:30 Uhr). Schau dir auf jeden Fall den Innenhof an, wo das Schlösschen auf 817 m Höhe auf dem Felsen thront. Eine Führung lohnt sich: Du erfährst, wie Wilhelm Herzog von Urach 1840–1842 von Hauffs Roman „Lichtenstein“ inspiriert das neue Schloss auf alten Burgfundamenten bauen ließ. Sein Urenkel, Wilhelm Albert Herzog von Urach, hat es in den 1980er- und 1990er-Jahren renoviert. Interessant: Der Erbauer war mit Prinzessin Florestine von Monaco verheiratet, und die Familie stand eine Zeitlang in der monegassischen Thronfolge – bis Frankreich 1919 intervenierte und einen deutschen Fürsten so verhinderte.

Wie wäre es mit einer kleinen Rast in der Schlossschenke?

Für den Rückweg empfehle ich Dir einen Stopp in der Schlossschenke bei Familie Etter. Probiere die hausgemachten Kuchen, die frischen Würste aus eigener Schlachtung oder die berühmten Maultaschen – alles lecker und frisch zubereitet. Im Sommer schön auf der Terrasse , bei Regen im gemütlichen Gastraum.
Es gibt unterhalb der Schlossschenke einen großen Grillplatz, viele Leute grillen sich dort ihr Würstchen und holen die kühlen Getränke in der Schlossschenke ;).

Über den Kalkofen zurück zur Nebelhöhle

Der Weg zurück zur Nebelhöhle geht dann links am vorbei am Kletterpark und auf kürzestem Weg über den Kalkofen zurück zur Nebelhöhle! Der Kalkofen hat seinen Namen tatsächlich daher, dass hier früher Kalk gebrannt wurde, um damit Mörtel und Putz herzustellen. Hier oben gab es genügend Brennholz, um die Öfen anzufeuern! Leider kann man keine Überreste mehr sehen..

Diese Tour verbindet Natur, Geschichte und gute Küche perfekt – ideal für einen Tagesausflug. Viel Spaß beim Nachwandern!

Hier findest Du meine Tour auf Komoot

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