Feuchte Radtour durch das grüne Stuttgart

Distanz

42 km

Aufstieg

350 m

Abstieg

350 m

Charakter

Tour durch Weinberge und am Neckar entlang , teilweise durch die Stadt

Highlights

Grabkapelle Württemberg, Fellbacher Weinberge, Max-Eyth-See, Schloß Rosenstein, Unterer Schlosspark Stuttgart

Dauer

ca. 2,5 – 3 Stunden

Letztes Jahr ging es zum ersten Mal zur Grabkapelle auf dem Württemberg und über das Remstal zurück nach Esslingen. Dieses Jahr wollten wir von der Grabkapelle in die andere Richtung das grüne Stuttgart erkunden. Kleiner Spoiler: Wir machten zwar eine schöne Tour, aber das Wetter hatte andere Pläne als wir.

Von Esslingen zur Grabkapelle

Los ging es in Esslingen, dort haben wir den Werksparkplatz von Mercedes beim Werk Mettingen/Brühl genutzt. Das geht an einem Sonntag problemlos, ansonsten ist das dort natürlich den Mitarbeitern vorbehalten.

Nach einem kurzen Weg durch die Stadt strampeln wir auch schon die Weinberge hoch und fahren oberhalb von Esslingen und dem Neckartal in Richtung Stuttgart. Man hat immer wieder einen tollen Blick, auch wenn das riesige Mercedes-Werk den Blick ins Tal dominiert.

Dann kommt man auch recht schnell durch das Weindorf Uhlbach, das uns mit bedrohlichen Wolken empfängt. Also Gas geben und schnell hoch zur Grabkapelle. Und als hätte der Wettergott Mitleid gehabt, hat er wenigstens mit dem Wolkenbruch solange gewartet, bis wir das Besucherzentrum der Kapelle erreicht haben. Gottseidank konnten wir dort unterstehen, denn es regnete und hagelte wie wild, während der Donner über uns grollte. Es war dann Gottseidank recht schnell vorbei und so konnten wir danach noch zur Grabkapelle hochgehen und die Aussicht dort genießen. Und die ist wirklich grandios.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg wurde von 1820 bis 1824 von König Wilhelm I. als ewiger Liebesbeweis für seine jung verstorbene Gemahlin Königin Katharina erbaut. Tragischerweise verstarb diese drei Jahre nach der Hochzeit und das ganze Land trauerte um die beliebte Königin. Die Inschrift über dem Haupteingang „Die Liebe hört nimmer auf“ zeugt von der innigen Liebe des Königs, der seine erste Ehe auflösen ließ, als er Katharina beim Wiener Kongress kennenlernte.

Über Fellbach zum Neckar

Nächstes Ziel war der Max-Eyth-See, den wir über die Fahrt an den Fellbacher Weinbergen entlang und durch die Felder rund im Fellbach erreichen wollten. Wieder kam aber ein Regenschauer und wir standen in einem Bootshaus unter, bis der Regen weniger wurde. Vorbei am May-Eyth-See geht es über die Hofener Brücke und dann entlang alter, steiler Weinberge am Neckar bis zur chilligen Location „Riverhouse„-perfekt für eine kurze Rast -wir können die leckeren Bruschetta sehr empfehlen.

Durch das grüne Herz Stuttgarts

Frisch gestärkt rollen wir gemütlich am Neckar entlang, vorbei an der Wilhelma, bis zum Schloß Rosenstein und direkt in den unteren Schlossgarten. Der gesamte Schlossgarten ist 3 km lang und 64 ha groß und erstreckt sich vom Neuen Schloß bis zum Schloß Rosenstein. König Friedrich I. öffnete den Schlossgarten im Jahr 1808 als einer der ersten Herrscher Europas für sein Volk – allerdings nicht ganz uneigennützig: Er wollte, dass die Untertanen die prachtvolle Gartenarchitektur bewundern und dem König applaudieren, wenn er dort spazieren ging. Durch den belebten Schloßgarten und vorbei an kleinen Seen, Spielplätzen und gelangen wir dann in den mittleren Schloßgarten und machten hier im Schwabenbräu Biergarten noch eine kleine Rast bei Live-Musik.

Nasser Rückweg nach Esslingen

Das Stuttgarter Wetter meint es heute wirklich nicht gut mit uns: Das nächste schwere Gewitter zieht auf und bringt Dauerregen mit sich. Also Zähne zusammenbeißen und auf dem schnellsten aber nicht unbedingt schönsten Weg zurück nach Esslingen. Die geplante Schleife über Stuttgart-Ost und die Wangener Schrebergärten heben wir uns fürs nächste Mal auf.

Klatschnass, aber um eine tolle Tour reicher, verpacken wir die Räder wieder auf dem Auto.

Fazit: Eine traumhafte, abwechslungsreiche Route! Lass dich von unserem Regen-Pech nicht abschrecken – die Mischung aus Weinbergen, Neckarufer und Schlossgarten ist einfach schön und zeigt die Landeshauptstadt von einer ganz unbekannten Seite.

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